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Archiv der Kategorie ‘Lesen‘

Kreative Lektürearbeit - Zum Lesen verlocken

Sonntag, den 31. Januar 2010

Wie man eine Ganzschrift im Unterricht einsetzt, hängt wesentlich vom Entwicklungsstand der Kinder ab. In jedem Fall muss differenziert werden, damit die Leistungsheterogenität der Kindern nicht ihrer Leselust entgegenwirkt. Lautes Lesen im Klassenverband ist keine geeignete Methode, auf Lesen Lust zu machen. Denn es gibt sie in jeder Klasse, die langsamer lernenden Kinder, die durch einen Lesetext holpern und stolpern, die leiden und sich schämen. Und es gibt die anderen Kinder, die flüssig lesen, die sich langweilen und sich – wie man heute so schön sagt – für die langsameren Leser „fremdschämen“. Um zu freudigen Viellesern zu werden, sollten alle Kinder die Erfahrung machen, dass Buchlektüre spannend, anregend und unterhaltsam sein kann. In diesem Sinne entstand unser Lektürepaket in Zusammenarbeit mit Stefanie Neumann und der Erzählerin Daria Nitschke. Daria Nitschke ist Pädagogin, Puppenspielerin und Erzählerin. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen oder vorzulesen und sie lebendig werden zu lassen. Sie hat selbst bereits Geschichten und CDs veröffentlicht und betreibt in Dortmund das Kindertheater „Die Märchenbühne“. Für Niekao Lernwelten hat sie die Ganzschrift “Joy und die Kummerwichte” professionell eingesprochen.

cover

Stefanie Neumanns Geschichte steckt voller lebendiger Dialoge, gespickt mit humorvollen Sprachspielereien, welche die Kinder zu eigenen kreativen Textproduktionen anregen. Neben diesem spielerischen Umgang mit Sprache steckt viel Weisheit in den Kapiteln, welche Joy durch das Jammerland führen. Schritt für Schritt lernt Joy sich selbst neu kennen, erstarkt und findet am Ziel der Reise neue Hoffnung. Diese wesentlichen Entwicklungsschritte Joys werden im umfangreichen Begleitmaterial zur Lektüre aufgegriffen. Die Kinder werden in zahlreichen Übungen dazu motiviert, sich in Joy hineinzuversetzen, zu Handlungen der Figuren Stellung zu nehmen, zu schlussfolgern und zu interpretieren. Bei der Konzeption der Arbeitsblätter wurden sämtliche im Lehrplan formulierten Lese- Schreib- und Sprachkompetenzerwartungen zugrunde gelegt und werden in der Auseinandersetzung mit dem Material trainiert. Neben der Sinnerfassung, dem kreativen Umgang mit Sprache und dem Verfassen eigener adressatengerechter Texte liegt ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung im lauten Lesen. Viele Textabschnitte werden in Partner- und Gruppenarbeit für den lebendigen und erfolgreichen Lesevortrag vorbereitet. So kann jedes Kind beim Lesevortrag glänzen und diesen als bereichernd und wohltuend empfinden. Eine ideale Voraussetzung, selbst einmal ein Vielleser zu werden.

Nanas aus Pappmaché nach Niki de Saint Phalle - eine Projektbeschreibung

Freitag, den 23. Mai 2008

So entstanden unsere Nanas nach Niki de Saint Phalle

Jedes Kind hat 9 Wasserbomben und einen kleinen Luftballon bekommen. Bei 23 Kindern können Sie sich vorstellen, wie viele Ballons mein armer Gatte aufgepumpt hat. :O)
Hier ein Tipp: Geben Sie den Kindern die Ballons am Vortag mit nach Hause. Dann können sie mit ihren Eltern die Ballons aufblasen und verknoten. Das ist echt schlauer…
In Partnerarbeit haben die Kinder am nächsten Tag aus den Ballons ihre Nanas mit Krepppapier zusammengeklebt. Die Nanas entstanden nacheinander, denn schließlich musste immer ein Kind die Ballons halten damit das andere Kind die Ballons mit Kreppband zusammenkleben konnte.
Die Arme und Beine unserer Nanas bestehen aus je zwei Wasserbomben. Auch der Kopf ist eine Wasserbombe. Da der Bauch etwas größer sein soll, haben wir für diesen Körperteil einen Luftballon gewählt. Schon jetzt haben wir einen Rundholzstab an den Körper geklebt, der in einen Blumentopf gesteckt wurde. So konnte unsere Nana von Anfang an sicher stehen.

Da die Ballons schnell ihre Luft verlieren, haben wir direkt am Folgetag mit dem Verkleistern begonnen. Man kann einen Nanakörper auch aus Zeitungspapierkugeln verkleben. Dann hat man alle Zeit der Welt, allerdings wird der Körper nicht so herrlich rund.
Schon vor der ersten Kleisterschicht haben wir den Nanas mit Kreppband Brüste aus Eierkartons aufgeklebt. Erst dann haben wir sie mit Kleister eingestrichen und Zeitungsschnipsel auf dem Körper verklebt. Damit der Körper später robust ist und auch was aushält, haben wir mindestens fünf Schichten Zeitungspapier aufgekleistert. Je mehr Schichten aufgetragen werden, umso besser wird die Skulptur.

Die Kinder waren ganze vier Schulstunden beschäftigt und haben sich gegenseitig geholfen. Die letzten Schichten bestanden aus Küchenpapier. So hatte die Nana einen weißen Körper. Der musste eine ganze Woche trocknen.
Dann konnten wir mit der Bemalung beginnen. Wir haben mit Abtönfarben aus dem Baumarkt gearbeitet. Die lassen sich auch wunderbar mischen. Zuerst haben wir Arme, Beine und Kopf bemalt.
Den Bauch haben wir für den „Badeanzug“ freigelassen. An einem weiteren Tag haben wir den Badeanzug mit einem weichen Bleistift vorgezeichnet und dann farbig ausgemalt.

Abschließend haben wir auch die Töpfe bemalt und unsere Skulpturen mit Stoffblumen und Glitzersteinen weiter verziert.
Und das sind sie, unsere Nanas!

Sogar mein Kind liest!

Sonntag, den 18. Mai 2008

Diese Bewertung bei ebay hat uns sehr gefreut, denn unser Ziel ist es, Lesematerialien zu erstellen, die Erstleser zum weiterführenden Lesen verlocken. Das gelingt durch regelmäßige und stetige Erfolgsrückmeldung (einfache Selbstkontrolle) und durch einen Aufbau von Lesematerialien, die Kindern einfach Spaß machen. Wir Erwachsene haben das Lesen automatisiert, unser Kopfkino läuft und unterhält uns beim Lesen. Für die Kleinen ist das Lesen aber noch harte Arbeit. Es ist anstrengend und daher noch wenig freudvoll. Also gilt es, ein bisschen Kopfkino einzubauen, den Forscher im Kind anzusprechen, seine Fantasie zu wecken, es zum Lachen zu bringen und ihm vor allem dabei zu helfen “dran zu bleiben”, also das Lernen nicht aufzugeben.
Bei unserem neusten Produkt den Stolperwörtern haben wir in jeden der 100 Lesesätze ein überflüssiges Wort eingebaut. Nur wer sinnerfassend liest entdeckt das überflüssige Wort im Satz, kann es markieren und überprüfen. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, das richtige oder besser unsinnige Wort zu finden. Wir haben versucht, immer wieder auch überflüssige Wörter zu wählen, die Kindern Spaß machen. “Onkel Theo ist Unterhose verreist”. Über solche Sätze können sich unsere Kinder herrlich amüsieren. Sie lesen, staunen, lachen und entwickeln untereinander kleine Geschichten, lassen Onklel Theo mit und ohne Unterhosen verreisen… Ein ideales Material für die Freiarbeit.

Maxi in Südamerika - weiter so!

Montag, den 14. April 2008

Ich gehöre mittlerweile seit knapp 2,5 Jahren zu den begeisterten Kunden der niekao-lernwelten. Von einer Kollegin habe ich von dem Material erfahren und bereits für meine damalige Klasse 4 noch die eine oder andere Werkstatt mit Erfolg eingesetzt. Seit knapp 25 Jahren unterrichte ich an einer Grundschule in Essen und muss zugeben, dass mich die letzten Jahre schon ziemlich gefordert haben. Weg von der Fibel - rein ins kalte Wasser des freien Lese- und Rechtschreiberwerbs. Da bin ich mehr als glücklich, dass ich bei Niekao eine Menge an zusätzlichen Lernstoff, Übungsmaterial und Ergänzungsmaterial für die Freiarbeit finde.

Besonders angetan haben es mir die Materialien für das Erstlesen und das sinnerfassende Lesen. Es ist für mich eine Freude, mit anzusehen, mit welcher Engagement und mit welcher Motivation meine Kinder mit den Lesetexten arbeiten. Meine Mädchen lieben die Märchen, kurze und lustige Geschichten über Könige, Ritter, Drachen, Zauberer und natürlich Prinzessinnen. Meine Jungs rümpfen zwar ein wenig die Nase, doch insgeheim spielen auch sie mit den Lesekarten Quartett oder Memory, besonders gerne in den Regenpausen.

Absoluter Renner ist allerdings seit knapp zwei Wochen Maxi in Südamerika. Derzeit sind 5 meiner Kinder bereits in der Lage, diese Lesetexte vorzulesen, die ja eigentlich erst ab Klasse 3 zur Verfügung gestellt werden sollten. Doch ich habe bereits einige starke Leser, die ich mit Lesematerial aus Klasse 3 “zufüttern” darf.
Doch selbst ich bin begeistert von diesen Texten und den Fotos. Hat Maxi wirklich Maradonna in Argentinien getroffen? Wo liegt Bolivien und ist das wirklich die gefährlichste Straße der Welt? Warum tragen die Frauen in Bolivien so lustige Hüte? Fragen über Fragen, die dazu führen, dass wir noch in diesem Jahr ein kleines Projekt zu Südamerika durchführen werden.

Danke und vor allem weiter so

Ines de la Torre


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