Alles über Unterricht, Lernmaterial und Lernwerkstätten von Niekao Lernwelten  
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Archiv der Kategorie ‘Übungsmaterial‘

Schulstart 2010/2011

Freitag, den 16. Juli 2010

In NRW sind die Ferien angebrochen. Zeit für Erholung, Freunde, Familie und Muße. Auch eine Zeit, in der man sich in Ruhe auf das kommende Schuljahr einlassen, freuen und vorbereiten kann.

Transparenz für das Kind über den eigenen Lernprozess, regelmäßige und kurzfristige Erfolgsrückmeldungen, das Hantieren mit passgenau auf den Lernanfänger ausgesuchten Materialien, die sich anfassen, beschriften, säubern und fühlen lassen, sind ein Garant für Freude am Lernen. Sie sind ein Motor, der Kinder und ihre Leistungsbereitschaft in der Grundschule antreibt. Kinder wachsen zu starken, selbstbewussten und verantwortungsbereiten Persönlichkeiten heran, wenn sie in ihren individuellen Bedürfnissen, Stärken und Begabungen wahrgenommen werden und ihr Lernen in wiederkehrenden Freiarbeitsphasen selbstständig weiterentwickeln dürfen. Freies Lernen sollte daher schon im ersten Schuljahr angebahnt werden, um sich über die gesamte Grundschulzeit entfalten zu können.

In unserer aktuellen Sonderkategorie Schulstart stellen wir über die Ferienzeit Materialpakete für Lernanfänger zusammen. Viel Freude damit wünscht Ihnen Ihr Niekao Lernwelten Team!Cute blond girl has her first day at school

Bericht von der SMA 3 in Mataram

Montag, den 21. September 2009

WILLST DU WAS BEWEGEN, MUSST DU DICH BEWEGEN

Diesen Satz hörte ich hier von einer Kollegin aus Hamburg. Es hat sich viel für mich bewegt.
Anbei ein paar Fotos von einem Deutschunterricht in der 10.Klasse der SMA 3 in Mataram. Meine ersten ehrenamtlichen Unterrichtsstunden dort waren völlig unvorbereitet. An meinem ersten Tag in der Schule wurde gerade eine Deutscholympiade durchgeführt, d. h. alle Schulen in Lombok an denen Deutsch unterrichtet wird, hatten zwei Schüler zu dieser Olympiade geschickt. Die jeweils besten zwei Schüler durften zur Landesolympiade nach Jakarta fahren. Da die Deutschlehrerin mit der Organisation sehr beschäftigt war, wurde ich sofort ins kalte Wasser geworfen und sollte drei Klassen ohne Vorbereitung unterrichten.
Vertretungsunterricht in einem fremden Land, in einer fremden Sprache, in einer fremden Schulstufe!! Am Anfang habe ich ganz schön geschwitzt: Meine ersten Unterrichtsstunden in Indonesien! Ich wusste nicht, auf welchem Stand die Schülerinnen und Schüler sind und hatte keine Medien dabei. Was macht man in einem solchen Fall? Sich unterhalten! Dazu stellte ich erst einmal den Klassenraum zur Überraschung aller in Kreisform um, für mich die beste Sitzordnung, um ein Gespräch zu führen. Offenbar war es sehr ungewohnt für die Schülerinnen und Schüler, aber es gefiel ihnen. Die ersten beiden Klassen hatten verhältnismäßig wenig Deutschkenntnisse, daher war es mit einer Unterhaltung schwierig. Was tun in einem solchen Fall? Den Körper hat man immer dabei, und so folgten Wortschatzübungen zum Körper. Auf Wunsch der Schüler nahm ich die Farben hinzu. Die deutschen Fußballclubs waren ebenfalls Thema. Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß.

Drei Tage später sollte ich in einer anderen Klasse unterrichten. Mit dem Kollegen hatte ich das Thema „Schulsachen“, abgesprochen, das laut Curriculum durchzunehmen war. Hier kann ich wieder von Glück sagen, dass ich die Niekao Materialien hatte. Habe das Layout des Englischmaterials übernommen, die Fotos zu den Schulsachen waren schnell gefunden. Zur Vorbereitung war nicht viel Zeit, da ich zur gleichen Zeit auf Wunsch des Schulamtes auch an der Grundschule mit internationalem Standard tätig bin, ebenfalls
ehrenamtlich. Am Abend zuvor wollte ich die Materialien ausdrucken, und dann passierte das, was in solchen Fällen hier passiert:Stromausfall!! Wie lange so ein Stromausfall dauert, weiß man nie so genau. Also packte ich meinen Drucker ein, setzte mich ins Taxi und fuhr in mein Stammrestaurant. Dort druckte ich die Arbeitsmaterialien aus. Zu Hause laminierte ich alles und schnitt die benötigten Spiele für die Gruppenarbeit aus. Um 1.00 Uhr nachts war ich fertig und fiel völlig erschöpft ins Bett. Die Arbeit sollte sich lohnen. Schüler und Lehrer waren gleichermaßen begeistert. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, wie toll alle mitgemacht haben. Der Lehrer war sehr erstaunt, wie schnell die Schüler die neuen Vokabeln beherrschten. Er erzählte mir, dass die Schüler noch nie mit solchen Medien gearbeitet hätten und will in jedem Fall die Methode kopieren. Der Erfolg dieser Stunde hatte sich schnell in der Schule herumgesprochen. Nun wollen auch die Lehrer mit mir deutsch lernen. Dies wurde von dem Englischlehrer der Schule organisiert. Er sprach mich letzte Woche an und meinte, er habe meinem Unterricht zwar nicht beigewohnt, habe aber die fröhlichen und zufriedenen Gesichter der Schüler gesehen. Morgen habe ich das erste Treffen mit den Lehrern. Es fasziniert mich sehr, wie aufgeschlossen die Kollegen hier sind, Neues zu lernen.

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Zum Schluss noch ein Anliegen, ich würde gerne einen Emailaustausch in Deutsch mit Schülerinnen und Schülern der SMA3 in Mataram und Schülerinnen und Schülern in Deutschland vermitteln. Bei Interesse
meldet euch bitte bei mir.

Eure
Gabriela

Unterrichtsmaterialien auf Reisen

Sonntag, den 13. September 2009

Lombok, 05.09.09

Niekao Werkstatt in  Lombok

Die  große Begeisterung über die „Plättchen in der Hand“ in Segenter motivierte mich, weiteres Material herzustellen. Ein Kostenüberschlag ergab allerdings sehr schnell, dass es ziemlich teuer werden würde, die Materialien in Geschäften drucken und  laminieren zu lassen. Ich selbst bin nicht mobil und bewege mich weitgehend mit Taxi oder dem Bemo, einem Sammeltaxi fort, wobei ich lange Strecken mit dem Taxi fahre. Alles zusammen ist auf Dauer ziemlich kostspielig und zeitaufwendig. Daher beschloss ich, einen Farbdrucker und ein Laminiergerät zu kaufen. Für die Beschaffung der weiteren Materialien, Papier, Lamiertaschen, neue Tinte etc. benötige ich die Hilfe von Freunden, eine Lernaufgabe für mich, da ich gewohnt bin, alles selbst zu erledigen.
Mein Herz jubelte, als ich die ersten Materialien in einer wunderbaren Qualität ausdrucken und laminieren konnte. Sehr schnell waren über 100 Seiten hergestellt, mittlerweile über 300 Seiten. Da es mir zu langweilig war, zu Hause die Materialien auszuschneiden, nahm ich sie in mein Lieblingsrestaurant mit. Es ist einfach wunderbar im Freien in Begleitung des Meeresrauschens Niekaos Rechenraupen, Rechenraketen, Zauberdreiecke, Zauberquadrate etc. auszuschneiden. Sehr schnell interessierten sich Angestellte und Besitzer für meine Arbeit und  brüteten über den Lösungen. Die Zauberquadrate zogen alle in den Bann und sind eine harte Nuss. Jefta Hariadi, der Besitzer des Restaurants fand als erster eine Formel zur Lösung der Zauberquadrate. Offen gestanden bin ich noch am Knobeln, finde die Lösung nur durch Ausprobieren. Jefta gab mir allerdings einen entscheidenden Tipp, so dass ich die Aufgaben nun auch rasch lösen kann, aber ich habe noch nicht verstanden, warum das so ist. Bin noch am Brüten. Im Augenblick versucht Jefta mit Freunden den Zauberquadraten Nr. 2 auf die Spur zu kommen, und es ist gleich Mitternacht. Eine spannende Angelegenheit!
Zum Ausschneiden komme ich allerdings nicht mehr, weil das vom gesamten Staff des Restaurants übernommen wird. Es ist eine große Freude zu erleben, mit welcher Begeisterung die Menschen mich hier unterstützen. Dafür bin ich allen von ganzem Herzen dankbar.
Ohne die Materialien von Niekao könnte ich meine Aufgabe in Indonesien nicht fortsetzen. Daher möchte ich dem ganzen Team von Niekao an dieser Stelle meinen besonderen Dank für die kostenlose Bereitstellung der Materialien aussprechen.
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Es gibt noch etwas Neues, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Stress im Lehrerberuf

Donnerstag, den 26. Februar 2009

Chronische Erschöpfung, Magenbeschwerden oder Tinnitus, - nicht einmal jeder zehnte Pädagoge erreicht die gesetzliche Altersgrenze.

Die Gründe liegen auf der Hand.
Die Schülerschaft unterliegt einem Wandel. Konzentrationsleistungen und Disziplin fallen den Kindern schwerer, Konflikte unter den Schülern nehmen zu. Zeugnisse, Konferenzen, Schulprogrammarbeit, die saisonalen und auch alltäglichen Mehrbelastungen steigen stetig und kontinuierlich an. Zugleich wird das Anspruchsdenken von außen immer größer. Wir Lehrer arbeiten auf einer öffentlichen Plattform. Rechtfertigungsdruck und anwachsende Erziehungsaufgaben gehen Hand in Hand mit Sparmaßnahmen und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. Und als ob das nicht genug wäre, entspricht die Anerkennung unseres Berufes in der Gesellschaft weder unserem Einsatz noch unserem Ausbildungsstand.
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Idee der Niekao Lernwelten. Aus der Praxis erwachsen und für Sie aufbereitet, möchten wir Ihnen ein Instrumentarium an die Hand geben, welches das Lehrerdasein erleichtern und Ihre Stressbelastung mindern soll.

  • Mit unseren Rubriken „Förderung bei Lernstörungen“, “Rechenschwäche” und “Konzentration” reagieren wir auf die sich wandelnden Anforderungen an einen sinnvollen Förderunterricht.
  • In unserer Rubrik „Organisation des Alltags“ sammeln wir Arbeiten, die im Alltag immer wieder anfallen und dennoch nicht immer wieder neu erfunden werden müssen. Zurzeit entsteht ein großes Paket rund um die Organisation von Klassenfahrten.
  • Über unser stetig wachsendes Materialangebot für die Freiarbeit möchten wir Sie ermutigen, sich tägliche Freiräume zu schaffen. Indem Sie das Festigen und Trainieren von Lerninhalten über motivierendes und individualisierendes Unterrichtsmaterial organisieren, gewinnen Sie echte Zeit für sich und Ihre Kinder. Zeit für die Lernbeobachtung und Erfolgskontrolle, Zeit zur Lösung von Konflikten und für die Einzelförderung.
  • Für den fachfremden Unterricht in den Fächern Kunst und in Kürze auch Musik, erstellen wir umfangreiche Arbeitsblattsammlungen, die Ihnen lange Planungs- und Vorbereitungszeiten ersparen sollen.

    Wir können die Schullandschaft nicht verändern. Unsere Einflussmöglichkeiten enden da, wo Schulhierarchien Gestaltungsspielräume begrenzen, wo Bürokratie über Erziehung steht, wo Sparmaßnahmen und Lärmbelästigung von bis zu 90 Dezibel in Turnhallen und Pausenhallen an den Nerven zerren.
    Doch wir haben die Hoffnung, eine Idee in die Schulen zu tragen, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrenden mit ihren Befindlichkeiten und Belastungen in den Fokus nimmt. Es ist die Idee einer Lernwelt, in der LehrerInnen mit Freude entspannt arbeiten und gesund altern.

  • Dyskalkulie - neue Rubrik in den Niekao Lernwelten

    Dienstag, den 3. Februar 2009

    Dyskalkulie ist nicht immer leicht zu erkennen.
    Folgende oder ähnliche Symptome können bei einer Dyskalkulie auftreten:

    • Das Kind benötigt zum Rechnen Hilfsmittel. Es nutzt es seine Finger zur Anschauung.
    • Es hat Probleme, mathematische Zeichen und Symbole zu erkennen.
    • Es fällt ihm schwer, graphische Darstellungen oder Tabellen zu lesen.
    • Die Zuordnung von Mengen und Zahlen bereitet Probleme.
    • Mengen können nur schlecht eingeschätzt werden.
    • Das Kind hat Schwierigkeiten im Umgang mit Gewichts- und Längenmaßen, Geld- und Zeitangaben.
    hands

    Training für Kinder mit Herausforderungen im Bereich Dyskalkulie
    Entscheidend für die Entwicklung des Zahlbegriffs ist die Verknüpfung von Zahl und Menge. Erste mathematische Grundlage ist daher die Erkenntnis, dass Kardinalzahlen unveränderlich gleiche Mengen repräsentieren. Über handlungsorientierte Übungen mit Gegenständen können Sie spielerisch mit Ihrem Kind trainieren.

    Tipp: Zerschneiden Sie einen alten Holzperlenvorhang oder eine Holzperlensitzauflage für das Auto. Alte Knopfsammlungen sind auch geeignet.

    Lassen Sie Ihr Kind feste Perlenmengen nach Farben und Formen sortieren. Verändert sich dabei die Gesamtmenge?

    Lassen Sie das Kind kleine Mengen zählen, gleiche Mengen legen, Mengen miteinander vergleichen.
    Teilen Sie eine feste Menge immer wieder unterschiedlich auf! (5 = 4 und 1, 3 und 2, 2 und 3, 1 und 4).
    Bleibt die Menge trotzdem immer gleich?

    Legen Sie verdeckt eine kleine Menge von Perlen ab. Lassen Sie Ihr Kind einen kurzen Blick auf die Perlenmenge werfen. Verdecken Sie die Perlen wieder mit einem Tuch. Kann das Kind die Perlenmenge simultan erfassen und die Menge benennen?
    Lassen Sie Ihr Kind Mengen schätzen und zählen. Ordnen Sie eine feste Perlenmenge in einer Reihe unterschiedlich an! Vergrößern sie bei gleicher Perlenmenge die Abstände zwischen den Perlen. Werden es dadurch mehr Perlen oder bleibt die Menge gleich?

    Legen Sie mit den Perlen Musterreihen. Ihr Kind soll die Muster erkennen und nachlegen. Beginnen sie Musterreihen, welche Ihr Kind erkennen und fortsetzen soll.

    In der täglichen Unterrichtspraxis fehlt es oft an Zeit und Raum zur Umsetzung solcher Übungen. In unserer Rubrik „Rechenschwäche“ sammeln wir daher ab sofort Freiarbeitsmaterialien für Sie, welche die Kinder befähigen, selbstständig zu üben und zu trainieren.

    Konzentration fördern - Förderunterricht

    Donnerstag, den 11. Dezember 2008

    Konzentrationsfähigkeit lässt sich nicht erzwingen sondern muss wie eine Sportart regelmäßig geübt werden. Motorisch lässt sich die Konzentrationsfähigkeit durch den Einsatz regelmäßiger Bewegungspausen fördern. Ideal sind alle Über-Kreuz-Bewegungen, die das Zusammenspiel der beiden Hirnhälften trainieren und damit die Aufnahmefähigkeit und das Leistungsvermögen der Kinder erhöhen. Bei dieser “Gymnastik für das Gehirn” (Brain Gym ®) werden eine Reihe verschiedener Übungen durchgeführt, die einfach und schnell zu erlernen sind. Diese körperlichen Übungen helfen, Spannungen abzubauen, die Durchblutung zu fördern und die Konzentrationsleistung zu verbessern.

    Konzentrationsförderung - Unterrichtsmaterialien in den Niekao Lernwelten
    Zur Förderung der Konzentration gibt es vielfältige Übungen. Am besten trainieren Kinder ihre Konzentrationsfähigkeit mit Übungen, die ihnen Spaß machen. Hier setzen die Materialien der Niekao Lernwelten an. Die Autoren bemühen sich um motivierende und kindgerecht gestaltete Übungsformate, die regelmäßige Erfolgskontrollen beinhalten und so die Motivation der Kinder aufrecht erhalten. Es gilt, die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder Stück für Stück zu verlängern.
    optische Differenzierung
    Malen nach Plan
    Wege in der Tabelle
    Können sich Kinder erst einmal über längere Zeit konzentrieren, müssen sie nur noch lernen, diese Fähigkeit auch bei denjenigen Aufgaben und Anforderungen anzuwenden, die ihnen zwar keinen Spaß machen, aber dennoch bewältigt werden müssen. Oft kommen die Freude und der Spaß am Inhalt einer Anforderung später von selbst, wenn eine konzentrierte Auseinandersetzung mit der Materie stattgefunden hat.

    Visuelle Wahrnehmung - Förderunterricht

    Montag, den 8. Dezember 2008

    Übungen zur Förderung der visuellen Wahrnehmung
    Visuelle Wahrnehmung entwickelt bei Kindern in den ersten beiden Lebensjahren. Im Grundschulalter sollten Kinder daher über die grundlegenden Fähigkeiten für visuelle Wahrnehmung verfügen. Tatsächlich haben aber immer mehr Kinder in diesem Bereich große Lücken. Visuelle Wahrnehmung ist die Voraussetzung dafür, dass sich räumliches Denken entwickeln kann. Untersuchungen belegen, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Rechenschwäche von Kindern und ihren visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten gibt.
    Marianne Frostig beschreibt fünf Teilbereiche der visuellen Wahrnehmung. Zu diesen Teilbereichen haben wir Materialien für die Hand der Kinder erstellt und werden diese in den nächsten Wochen in den Niekao Lernwelten anbieten.

    Die visumotorische Koordination (VM)
    Die visumotorische Koordination beschreibt die Kombination des Sehens mit den taktilen und akustischen körperlichen Systemen und der Bewegung des Körpers. Das Auffangen eines Balls oder das Ausschneiden einer Figur kombiniert visuelle und taktile Fähigkeiten. Gute Grundfähigkeiten im Bereich der visumotorischen Koordination sind Voraussetzung dafür, dass Kinder ohne Schwierigkeiten in die Linien schreiben können.
    Bildfolgen zum ergänzen ab Klasse 1
    Bildfolgen zum ergänzen ab Klasse 3
    Fehlerbilder ab Klasse 1
    Fehlerbilder ab Klasse 3

    Die Figur Grund Wahrnehmung (FG)
    Die Figur Grund Wahrnehmung ist nach Frostig eine grundlegende Wahrnehmungsleistung. Gemeint ist die Fähigkeit, einzelne Elemente eines Ganzen in unterschiedlicher Raumlage zu erkennen und zu isolieren. Dieser Prozess erfordert eine Aufmerksamkeitsleistung. Das Kind muss sich auf bestimmte Reize konzentrieren. Kinder mit einer Störung in der Figur Grund Wahrnehmung haben Schwierigkeiten damit, sich auf einer komplexen Buchseite zu orientieren. Sie wirken oft unaufmerksam, weil sie schnell den Überblick verlieren.Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung - Wimmelbild
    Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung - Muster spiegeln

    Wahrnehmungs – oder Formkonstanz (WK)
    Marianne Frostig beschreibt hiermit die Fähigkeit, ein Objekt, eine Form, eine bestimmte Größe oder Farbe in unterschiedlicher Lage oder abweichender Darstellung zu erkennen und zu isolieren. Kindern mit einer Störung der Wahrnehmungs- oder Formkonstanz fällt es schwerer, Buchstaben oder Ziffern in abweichender Darstellung zu erkennen. Oft kommt es zu Problemen beim Schreiben und Lesen.
    Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung - Wimmelbild
    Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung Memories
    Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung Köpfe vergleichen

    Wahrnehmung der räumlichen Beziehung (RB) und der Raumlage (RL)
    Die Wahrnehmung der räumlichen Beziehung beschreibt die Fähigkeit, die Position zweier oder mehrerer Objekte in ihrer räumlichen Beziehung zueinander zu erkennen. Bei der Wahrnehmung der Raumlage wird der eigene Körper in die Beschreibung der räumlichen Beziehung miteinbezogen. Hier wird vom Standort des Betrachters wahrgenommen. Kinder mit Wahrnehmungsstörungen im Bereich der räumlichen Beziehung haben oft Schwierigkeiten damit Zahlvorstellungen aufzubauen oder Gleichungen zu entschlüsseln. Sie haben Unsicherheiten beim Übertragen von Tafelanschriften in ihr Heft und der Unterscheidung von links und rechts.
    Verenas Förderung der visuellen Wahrnehmung - Labyrinth

    Aufsätze schreiben - Texte überarbeiten in der Grundschule

    Sonntag, den 23. November 2008

    Motiviert durch die Erfolge meiner Kinder im Rechtschreibunterricht habe ich auch im Bereich Aufsatz neue Wege gesucht und ein Konzept erarbeitet, mit dem die Kinder bisher sehr erfolgreich arbeiten. Das ermutigt mich, Ihnen dieses Konzept zu erläutern und anzubieten.

    Der Gedanke und Leitfaden meines Konzeptes ist der folgende:

    So wie Kinder in erster Linie durch Adaption das Sprechen lernen, möchte ich ihnen die Möglichkeit geben, auch den schriftlichen Sprachgebrauch in großen Bereichen durch Adaption zu erlernen.
    Daher präsentiere ich den Kindern dieselbe Geschichte immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln. Sprachlich anspruchsvoll dargeboten, hat jede Variante genau das eine sprachliche Manko, an dem wesentliche Fertigkeiten erarbeitet und geübt werden. Die ansonsten gute Vorgabe soll – so hoffe ich – Eingang finden in das Unterbewusstsein der Kinder und eines Tages von dort erinnerbar und abrufbar sein. Mehr noch, im Idealfall gelingt der Transfer verinnerlichter Erzählstrukturen auch auf neue Inhalte.

    Um das zu ermöglichen, habe ich eine Bezugsperson und eine Rahmenhandlung gewählt, die meine Kinder berühren. Ein Teddy geht bei einem Picknick verloren und verbringt die Nacht im Wald.

    Aufsatzübung 1 – Hier fehlt doch etwas

    Aufsatzerziehung 1 - Hier fehlt doch etwas

    Erstes Ziel meines Konzeptes ist es, die Kinder für die Vollständigkeit eines Satzes zu sensibilisieren. Schreibanfänger verlieren beim Notieren ihrer Gedanken oft den roten Faden und vergessen Verben oder andere, für das Satzverständnis wesentliche, Angaben.
    Hier ein typisches Beispiel:

    Auf dem Flohmarkt haben Mama und ich eine Lampe, eine Tischdecke und eine super Garage für meine Autos und wir haben da noch Waffeln gegessen.

    Die Aufsatzübung 1 umfasst 9 Übungen. Die Kinder lernen, fehlende Angaben zu identifizieren und zu ergänzen. Dies tun sie an vier kleinen Märchentexten, welche im Anschluss jedes Mal abgeschrieben werden.
    Zur Vollständigkeit eines Satzes gehören auch Satzschlusszeichen. Schritt für Schritt werden die Satzschlusszeichen „Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen“ erarbeitet. Dies geschieht an Redewendungen und Sätzen, welche die Rahmengeschichte „Teddy im Wald“ aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Am Ende der Arbeitsblattserie steht der erste bewertete „Aufsatz“.
    Die Kinder erhalten einen rudimentären Text. Dieser beschreibt die Geschichte des Teddys bis zu dem Moment, an dem er verloren geht. Die Kinder markieren fehlende Wörter durch ein Auslassungszeichen, ergänzen passende Wörter an diesen Stellen und setzen die Satzschlusszeichen. Anschließend übertragen sie den so überarbeiteten und aufgewerteten Text in ihr Aufsatzheft.
    Bewertet habe ich diesen ersten Aufsatz nach folgendem Raster:

    Aufsatzübung 2 – wechselnde Satzanfänge

    Aufsatzerziehung 2 - wechselnde Satzanfänge

    In der zweiten Arbeitsblattserie erarbeiten die Kinder wechselnde und passende Satzanfänge. In kleine Märchentexte kleben sie vorbereitete Satzanfänge. Diese Variante (vorgegebene Satzanfänge werden ausgeschnitten und können variabel im Text aufgelegt werden) ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der sprachlichen Gestaltung eines Textes. Die Kinder variieren die Position aller Satzanfänge in allen Sätzen so lange, bis der Text für sie am besten klingt. Erst dann kleben sie die Satzanfänge auf und schreiben den überarbeiteten Text in ihr Heft. Im Folgenden lernen die Kinder, dass Satzanfänge verraten können, wer etwas tut, wann etwas geschieht und wo etwas geschieht. Eine Wörterwolke mit Satzanfängen zur Teddygeschichte wird nach diesen Kriterien geordnet und sortiert. Für die Hand der Kinder habe ich einen Satzanfangsfächer gestaltet, der den zeitlichen Aspekt eines Satzanfanges beinhaltet.

    Mit diesem überarbeiten die Kinder sprachlich anspruchsvolle Varianten der Teddygeschichte, deren Manko langweilige Satzanfänge sind. Außerdem ergänzen sie fehlende Wörter oder Satzteile und passende Adjektive.
    Im Rahmen dieser Arbeitsblattserie üben die Kinder an unterschiedlichen Teddytextvarianten die Unterscheidung von Satzanfängen nach Ortsangaben, Personenangaben bzw. Zeitangaben.
    Im zweiten bewerteten Aufsatz unterscheiden die Kinder Satzanfänge farbig nach Ort- Zeit- und Personenangaben, ordnen sie einer weiteren Variante des Teddytextes zu und ergänzen diesen durch den Einsatz passender Adjektive und Satzschlusszeichen. Im Gegensatz zu den Satzanfängen sind die Adjektive nicht vorgegeben und müssen selbst gefunden werden. Abschließend wird der überarbeitete Text abgeschrieben.
    Die Kinder haben für diese Aufgaben eine bis zwei Schulstunden benötigt. Erst am nächsten Tag haben sie ihren Text noch einmal überprüft und abgeschrieben.
    So wurde der zweite Aufsatz bewertet:

    Aufsatzübung 3 – jetzt wird es spannend
    Aufsatzerziehung 3 - jetzt wird es spannend
    Am Ende der dritten Arbeitsblattserie sollen die Kinder ihren ersten frei formulierten Aufsatz schreiben. Der erzählerische Höhepunkt wird durch ein Bild vermittelt. Teddy liegt im nächtlichen Wald und ein Wolf schnüffelt an ihm herum. Diese Szene gilt es, spannungsvoll aufzuschreiben.

    Darauf bereiten die Arbeitsblätter dieser Serie vor. Angst kann man sehen, fühlen und/oder hören. Damit lässt sie sich in einem Aufsatz gut beschreiben. Um sich den Beschreibungen angstvoller Zustände zu nähern, lernen die Kinder, sie nach den obigen Merkmalen zu unterscheiden. Dafür kleben sie Symbole (Augen - sehen, Ohr - hören, Herz - fühlen) vor Sätze, welche Angst beschreiben. Im Folgenden erinnern sich die Kinder an Situationen, in denen sie selbst Angst hatten. Außerdem ordnen sie Angstreaktionen des Körpers den passenden Körperregionen zu. Z.B.

    Meine Knie begannen zu zittern.
    Auf meinen Armen bildete sich eine Gänsehaut.

    Auch in dieser Serie werden die Kinder zurück zur Teddygeschichte geführt. Sie stellen sich seine Situation im Wald vor und überarbeiten eine neue Textvariante. Der Text ist so aufgebaut, dass einer Beobachtung des Teddys stets eine sichtbare, hörbare oder fühlbare Angstreaktion folgt. Die Kinder ersetzen jedes „dann“ durch passende Satzanfänge, füllen die Lücken mit geeigneten Adjektiven und beschreiben in Leerlinien, was Teddy in seiner Angst fühlt.
    Zum Schluss lernen sie, die Umgebung des Waldes mit den Augen des Teddys zu sehen und werden dafür sensibilisiert, welche Geräusche oder Bilder dem Teddy Angst einflößen. Auch hier ordnen sie Satzteile vorgegebenen Satzausschnitten zu und probieren durch Variation der Anordnung die sinnvollste sprachliche Gestaltung des Textes aus.
    Über die letzten Übungen trainieren die Kinder die Kombination von Angst einflößenden Sinneseindrücken mit den körperlichen Angstreaktionen auf diese Eindrücke. Sie werden dazu angeleitet, Sätze zu sammeln und anschließend miteinander zu kombinieren.
    In ihrem dritten Aufsatz schreiben die Kinder frei. Eine Struktur erhalten sie durch die Vorgabe, maximal sieben Sätze zu schreiben, welche erzählen wie es dazu kommt, dass Teddy eine Nacht im Wald verbringen muss. Die Beschreibung seiner Not und Angst soll mindestens sechs Sätze umfassen. Für den Schluss sollen maximal fünf Sätze geschrieben werden. Damit möchte ich gewährleisten, dass die Geschichten der Kinder stringent aufgebaut sind, und dass sie die wesentlichen Elemente einer guten Erlebniserzählung im Blick behalten. In diesem Sinne achten die Kinder auf den Einsatz wechselnder Satzanfänge, passender Adjektive und Satzzeichen. Sie kombinieren Situationen, die Angst einflößen mit körperlichen Angstreaktionen und bauen so Spannung auf. Mit einem kurz formulieren Schluss lösen sie diese Spannung schließlich auf.

    Meine Erfahrungen mit dieser Einführung in die Aufsatzerziehung:
    Damit Kinder Angst beschreiben können, müssen sie sich an eigene Ängste erinnern. Wir haben in den letzten Wochen immer wieder Zeit gefunden, über Angsterlebnisse zu sprechen und diese zunehmend plastischer zu beschreiben. Wichtig war auch, dass die entstandenen Texte sehr häufig vorgelesen wurden. So wurden geeignete Redewendungen immer wieder gehört und verinnerlicht. Körperliche Angstreaktionen haben wir pantomimisch dargestellt, oder spielerisch wiederholt, indem ich die ersten Wörter der Sätze dieser Arbeitsblattsammlung genannt habe und die Kinder diese Sätze im Chor zu Ende sprachen.
    Mein Herz – pochte immer schneller. Am ganzen Körper – bekam ich eine Gänsehaut….
    Tatsächlich haben die Kinder viele der in dieser Arbeitsblattsammlung angebotenen Redewendungen verinnerlicht. Fasziniert habe ich beobachtet, dass bis auf zwei Ausnahmen 22 Kinder in ihrem Aufsatz den Satz „ Die Wölfe sangen ihr trauriges Lied“ eingebaut hatten. Meine Kinder haben tatsächlich hervorragende Aufsätze geschrieben. Ich bin nun wahnsinnig gespannt, ob sie ihre erworbenen Fähigkeiten auf einen neuen Sachverhalt transferieren können. Weg von unserem Teddy, hin zu einer neuen Erlebniserzählung.

    Rechtschreibkonzept ab Klasse 2

    Donnerstag, den 19. Juni 2008

    Beim Rechtschreibenlernen speichern Kinder Wortbilder ab und noch heute meinen viele Kollegen und Kolleginnen, dass Kinder Wörter nach häufigem Üben dauerhaft richtig schreiben können. Das gilt leider nur für diejenigen Kinder, die optische Lerner sind. Und so erleben Grundschullehrkräfte immer wieder, dass Kinder nach vielfachem Üben für ein Diktat (auch mit Mamas Hilfe), in eben diesem Diktat zwar schwierige Wörter richtig schreiben können, ein Transfer auf das freie Schreiben aber noch lange nicht gewährleistet ist. Im Gegenteil, schwache Rechtschreiber schreiben genau diese geübten Wörter in den nächsten eigenen Texten wieder falsch und zwar jedes Mal „anders falsch“.

    Wenn ein solcher methodischer Ansatz auf ein Konzept des Lesens durch Schreiben folgt, stoßen unterschiedliche Welten aufeinander. Erst wird ein ganzes erstes Schuljahr lang das aktive Hören trainiert, es wird ein phonetisches Bewusstsein angebahnt und die Kinder entwickeln ihre erste Rechtschreibstrategie, nämlich das Hören. Und dann fällt diese Strategie im zweiten Schuljahr hinten weg und stattdessen werden Wortbilder gespeichert. Wörter werden geschlichen, geknickt, in Dosen eingetütet und feste zu Hause geübt um sie dann im Diktat möglichst fehlerfrei wieder aufzuschreiben.

    Heute weiß man, dass Kinder beim Rechtschreiblernen unterschiedliche Strategien entwickeln. Unter der Vermittlung von Rechtschreibstrategien verstehe ich daher, die Kinder zu Überlegungen bzw. inneren Denkhandlungen zu befähigen, denen sie beim Schreiben folgen.

    Ich bin deshalb in diesem Durchgang von Anfang an neue Wege gegangen. Ich habe von der ersten Schulwoche des zweiten Schuljahres an lautgetreue wöchentliche Diktate geschrieben. Es begann mit einzelnen Wörtern, die ich auch als Freiarbeitsmaterial an die Hand gab.

    Lautierkarten für die Klassen 1 und 2
    Schreibkarten zum lautgetreuen Eigen- und Partnerdiktat

    Ich habe von Anfang an in der Quantität differenziert und einige Kinder Kurzdiktate schreiben lassen. Diese Kinder hatten dann mehr Zeit für die Selbstkontrolle. Jedes Wort mit dem Daumen buchstabenweise erlesen und die Nomen blau unterstreichen. Nach einigen Wochen diktierte ich lautgetreue Wortgruppen ” eine schöner Baum, eine rote Tomate,…” In den folgenden Monaten habe ich die Auslautverhärtung eingeführt. Es begann mit der Unterscheidung von d und t im Auslaut. ” Ein guter Hund, eine kleine Hand…” Wir lernten die Strategie des Verlängerns kennen. An Material erarbeiteten die Kinder die Rechtschreibscheiben zum d und t.
    Steffis Rechtschreibscheiben

    Jetzt markierten die Kinder ihre Wörter mit grün, wenn es “Denkwörter” waren, also Wörter, die sich anders schreiben als man sie hört. Hier reicht nicht das gute und genaue Hören, hier muss nachgedacht werden.
    Später kamen die Scheiben zum b und p, g und k und gegen Ende des ersten Halbjahres die Scheiben zum g und ch dazu. Allen Schwierigkeiten konnten die Kinder mit dem Steigern und der Mehrzahlbildung begegnen. Es waren immer dieselben Strategien, die wir geübt haben. Wöchentlich wurde es einfacher, die Diktate zu erstellen, da immer mehr Wörter möglich waren. Kleine Wörter, die häufig geschrieben werden (die, sie, und) haben wir Stück für Stück mit einbezogen. Wir haben viele mündliche Spiele gespielt und die Auslautverhärtung täglich geübt. Gerne beschreibe ich in einem anderen Beitrag die Spiele, Kommentar bei Interesse genügt ;O).

    Anfang des zweiten Halbjahres erarbeiteten wir die Konsonantendopplung nach kurzbetonten Stammvokal. Auch hierfür setzen wir die Scheiben ein. Das dauerte und war eine schwierige Angelegenheit. Unsere Diktate waren nun auf einen Umfang von etwa 50 Wörtern angewachsen und enthielten Wörter mit Auslautverhärtung und immer mehr Doppelkonsonanten. Am Ende des Schuljahres erarbeiteten wir das “ck” und das “tz”. Das ging sehr einfach, denn im Prinzip ist das nichts anderes als eine Konsonantendopplung. Es kam noch die Regel “nach l,n,r, das merke ja, schreibe nie tz und nie ck” dazu. Das haben meine Kinder locker gelernt. Die letzten drei Diktate hatten ca. 60 Wörter. Jetzt ist es auch gar kein Thema mehr, Diktattexte zu entwerfen. Und ich muss es hier einfach loswerden, weil ich so stolz auf meine Kinder bin. Hier ist unser letzter Diktattext:

    Das Gewitter
    Es ist ein schöner Tag.
    Es ist sonnig und warm.
    Der Himmel ist blau.
    Plötzlich kommen dunkle Wolken auf.
    Ein starker Wind raschelt in den Blättern der Bäume.
    Kurztext für drei meiner Kinder mit 30 Wörtern.

    Der Wind ist jetzt ein Sturm.
    Der Himmel ist schwarz.
    Die Luft ist kalt.
    Katzen bringen sich in Sicherheit.
    Jetzt zuckt der erste Blitz am Himmel.
    Ein erster Donner kracht laut.
    Langtext mit 61 Wörtern für alle anderen.

    Wir gehen im Anschluss an das Diktat jedes Wort durch und die Kinder deklarieren es als ein “Hör”- oder “Denkwort”. Hier sind die Denkwörter fett gedruck. Bei der Bewertung halte ich es wie in einer Mathearbeit. Jedes richtig geschriebene Wort ergibt einen Punkt. Werden bis 98% aller Wörter richtig geschrieben, ist das Diktat eine Eins, bis 89% eine Zwei, bis 70% eine Drei, bis 50% eine Vier und ab 30% eine Fünf.
    Und jetzt will und muss und darf ich mal strunzen :O))))

    Meine Delfine hatten in diesem Diktat einen Notendurchschnitt von 1,9!!!
    Wir haben das gefeiert mit einem Hausaufgabenfrei. :O)

    Das zeigt mir, dass dieser Weg ein Guter ist. Zum Hören und Denken haben wir natürlich auch das optische Lernen durch das Verinnerlichen von Wortbildern geübt. Dazu haben wir die Abschreibetechnik erlernt und mit der Abschreibekartei richtig verinnerlicht. Damit werden auch die Kinder erreicht, die über ein besonders gutes optisches Gedächtnis verfügen.

    Arbeitstechnik Abschreiben

    Im kommenden Schuljahr werde ich Erikas Werkstätten zum langen “ie” und “i” einsetzen.

    Rechtschreibtraining zum langen ie
    Rechtschreibtraining zum langen i

    Und danach kommt die Werkstatt zum Dehnungs-h. Die liegt zur Zeit aber noch bei Ulla im Lektorat.
    Und so verbleibe ich, glücklich und sehr stolz und kurz vor den Ferien
    Eure Steffi

    Übungsmaterial zum langem “ie”

    Samstag, den 19. April 2008

    Neues aus dem Bereich Rechtschreiben in der Grundschule ab Klasse 2 oder für den Einsatz im Förderunterricht.
    Im Mittelpunkt des neuen Übungspaketes für die Rechtschreibung stehen 12 Übungsformen zum langen “ie”. Ich selbst habe das Übungsmaterial zur Rechtschreibung des langen “ie” in meiner Grundschule zur Mitte des zweiten Halbjahres in den Klassen 3 und zur Wiederholung und Übung im Förderunterricht der Klasse 4 bereits erfolgreich eingesetzt.
    Auch diese Rechtschreibwerktatt eignet sich sehr gut für die Differenzierung im Deutschunterricht, da sämtliche Rechtschreibübungen selbsterklärend sind und eine Selbstkontrolle beinhalten. Schnell lernende Schüler beschäftigen sich mit den Angeboten, bis der Rest der Klasse soweit ist. Mit den langsamer lernenden Schülern arbeite ich vorwiegend im Förderunterricht in den Werkstätten und begleite ihren Lernprozess dabei.
    Auch diese Übungen für die Rechtschreibung sollen die Kinder dazu anleiten, sich hörend, denkend und hinterfragend mit Rechtschreibung auseinanderzusetzen. Die Rechtschreibübungen zum langem “ie” orientieren sich an den unterschiedlichen Lerntypen in der Grundschule ab Klasse 3.
    Station 11


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