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Archiv der Kategorie ‘Material‘
Freitag, den 16. Juli 2010
In NRW sind die Ferien angebrochen. Zeit für Erholung, Freunde, Familie und Muße. Auch eine Zeit, in der man sich in Ruhe auf das kommende Schuljahr einlassen, freuen und vorbereiten kann.
Transparenz für das Kind über den eigenen Lernprozess, regelmäßige und kurzfristige Erfolgsrückmeldungen, das Hantieren mit passgenau auf den Lernanfänger ausgesuchten Materialien, die sich anfassen, beschriften, säubern und fühlen lassen, sind ein Garant für Freude am Lernen. Sie sind ein Motor, der Kinder und ihre Leistungsbereitschaft in der Grundschule antreibt. Kinder wachsen zu starken, selbstbewussten und verantwortungsbereiten Persönlichkeiten heran, wenn sie in ihren individuellen Bedürfnissen, Stärken und Begabungen wahrgenommen werden und ihr Lernen in wiederkehrenden Freiarbeitsphasen selbstständig weiterentwickeln dürfen. Freies Lernen sollte daher schon im ersten Schuljahr angebahnt werden, um sich über die gesamte Grundschulzeit entfalten zu können.
In unserer aktuellen Sonderkategorie Schulstart stellen wir über die Ferienzeit Materialpakete für Lernanfänger zusammen. Viel Freude damit wünscht Ihnen Ihr Niekao Lernwelten Team!
Tags: Freiarbeit, Grundschule, Übungsmaterial, Unterrichtsmaterial, werkstattarbeit Kategorien: Erstlesen, Erstschreiben, Freiarbeit, Förderbänder, Grundschule, Material, Niekao Lernwelten, Selbstkontrolle, werkstattarbeit, Übungsmaterial | 1 Kommentar »
Dienstag, den 9. März 2010
Heute war ein großer Tag. Die Werksatt Strom wurde eröffnet. Die Kinder waren so froh! Sie hatten mich über Tage geduldig beim Aufbau beobachtet und ich gebe zu, er war aufwändig. Auch auf den Versand der Batterien und Lämpchen mussten wir eine Weile warten. Doch heute war es wie immer, wenn die Kinder in der Arbeit stecken. Sie strahlten vor Begeisterung, Enthusiasmus, Neugierde und Entzücken. Ihre Forscherbücher beschrifteten sie mit Liebe zum Detail und ich kann nur immer wieder sagen, dafür lohnt sich jeder Aufwand. Die Kinder danken es uns und es ist die reine Freude, sie zu beobachten. Damit mir die Forscher und Entdecker in ihrem Eifer nicht alles durcheinander bringen, haben wir gemeinsam überlegt, wie sich das vermeiden lässt. So entstanden die Regeln auf dem zweiten Foto. Und so konnte ich mich entspannt zurücklehnen und nach Herzenslust fotografieren und mitexperimentieren.
Liebe Verena einen Versuch haben wir nicht hinbekommen. Wir wollten es in der Dunkelheit blitzen lassen und waren dafür sogar im gruseligen Schulkeller. Es hat nicht geblitzt. Ob das an der schwarzen Auflaufform lag? Vielleicht war die nicht aus Alu…



Tags: Experimente Sachunterricht Werksstatt Forscherbuch Partnerarbeit Strom Elektrizität Kategorien: Freiarbeit, Grundschule, Lernwelt, Material, werkstattarbeit | 1 Kommentar »
Sonntag, den 31. Januar 2010
Wie man eine Ganzschrift im Unterricht einsetzt, hängt wesentlich vom Entwicklungsstand der Kinder ab. In jedem Fall muss differenziert werden, damit die Leistungsheterogenität der Kindern nicht ihrer Leselust entgegenwirkt. Lautes Lesen im Klassenverband ist keine geeignete Methode, auf Lesen Lust zu machen. Denn es gibt sie in jeder Klasse, die langsamer lernenden Kinder, die durch einen Lesetext holpern und stolpern, die leiden und sich schämen. Und es gibt die anderen Kinder, die flüssig lesen, die sich langweilen und sich – wie man heute so schön sagt – für die langsameren Leser „fremdschämen“. Um zu freudigen Viellesern zu werden, sollten alle Kinder die Erfahrung machen, dass Buchlektüre spannend, anregend und unterhaltsam sein kann. In diesem Sinne entstand unser Lektürepaket in Zusammenarbeit mit Stefanie Neumann und der Erzählerin Daria Nitschke. Daria Nitschke ist Pädagogin, Puppenspielerin und Erzählerin. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen oder vorzulesen und sie lebendig werden zu lassen. Sie hat selbst bereits Geschichten und CDs veröffentlicht und betreibt in Dortmund das Kindertheater „Die Märchenbühne“. Für Niekao Lernwelten hat sie die Ganzschrift “Joy und die Kummerwichte” professionell eingesprochen.

Stefanie Neumanns Geschichte steckt voller lebendiger Dialoge, gespickt mit humorvollen Sprachspielereien, welche die Kinder zu eigenen kreativen Textproduktionen anregen. Neben diesem spielerischen Umgang mit Sprache steckt viel Weisheit in den Kapiteln, welche Joy durch das Jammerland führen. Schritt für Schritt lernt Joy sich selbst neu kennen, erstarkt und findet am Ziel der Reise neue Hoffnung. Diese wesentlichen Entwicklungsschritte Joys werden im umfangreichen Begleitmaterial zur Lektüre aufgegriffen. Die Kinder werden in zahlreichen Übungen dazu motiviert, sich in Joy hineinzuversetzen, zu Handlungen der Figuren Stellung zu nehmen, zu schlussfolgern und zu interpretieren. Bei der Konzeption der Arbeitsblätter wurden sämtliche im Lehrplan formulierten Lese- Schreib- und Sprachkompetenzerwartungen zugrunde gelegt und werden in der Auseinandersetzung mit dem Material trainiert. Neben der Sinnerfassung, dem kreativen Umgang mit Sprache und dem Verfassen eigener adressatengerechter Texte liegt ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung im lauten Lesen. Viele Textabschnitte werden in Partner- und Gruppenarbeit für den lebendigen und erfolgreichen Lesevortrag vorbereitet. So kann jedes Kind beim Lesevortrag glänzen und diesen als bereichernd und wohltuend empfinden. Eine ideale Voraussetzung, selbst einmal ein Vielleser zu werden.
Tags: Ganzschrift, Lektüre in der Grundschule, Lektürearbeit, Leseerziehung, Lesen in der Grundschule, Lesen mit Spaß, Schlagwort hinzufügen, zum Lesen verlocken Kategorien: Grundschule, Lesen, Material, Niekao Lernwelten, sinnerfassendes Lesen, weiterführendes Lesen | 1 Kommentar »
Samstag, den 16. Januar 2010
In unserer Schmökerkartei lernen die Kinder alle 45 Länder Europas kennen. Sie lesen darin in der Freiarbeit oder mit Partnern im Klassenunterricht. Gerne gebe ich den Kindern die Karten mit nach Hause. Sie haben dann die Hausaufgabe, die Angaben der Tabelle auf der Kartenrückseite in einen Fließtext zu verwandeln. Außerdem sollen sie mindestens ein bis zwei Fakten zum Land notieren, die sie erzählenswert finden. Die meisten Kinder nutzen die Links auf den Karten und lesen auch zu Hause auf ausgewählte Kinderseiten im Internet. Viele recherchieren freudig weiter und bringen sogar eigene Links mit. Täglich spielen wir in der Schule „Blitzlicht – Europa.“ Jedes Kind erzählt ein oder zwei Sätze zu dem Land, über das es gelesen hat. Dann ist das nächste Kind dran. Abwechselnd stehen Kinder an der Wandkarte und zeigen auf das Land, über das gerade erzählt wird. Wenn sie es nicht finden, leitet die Klasse sie mit dem alten Spiel „warm, wärmer, heiß…. oder eben kalt, kälter, eiskalt“ zum Ziel. Europa ist ein toller Kontinent. Bunt, lebendig, vielfältig und interessant. In der Arbeit mit der Werkstatt Europa erfahren die Kinder wesentliche Inhalte zur EU, deren Organe und Funktionen. Sie zeichnen Diagramme, vergleichen Daten und beschriften Karten. Eine schnelle Orientierung auf der Europakarte sowie die sichere und automatisierte Zuordnung von Ländern und deren Hauptstädten, Länderkennzeichen oder Beflaggung verinnerlicht sich am einfachsten spielerisch. Hierzu eignet sich unsere Spiele-Sammlung. Diese haben wir im Klassenverband laminiert und ausgeschnitten. Letzten Freitag haben wir dann zwei Stunden nur „gespielt“. :O)


Tags: Diagramme lesen und zeichnen, EU, Europa für Kinder, Kartenarbeit, Lebendiger Sachunterricht, Lesekartei, werkstattarbeit Kategorien: Freiarbeit, Grundschule, Material, Niekao Lernwelten, werkstattarbeit | 3 Kommentare »
Montag, den 21. September 2009
WILLST DU WAS BEWEGEN, MUSST DU DICH BEWEGEN
Diesen Satz hörte ich hier von einer Kollegin aus Hamburg. Es hat sich viel für mich bewegt.
Anbei ein paar Fotos von einem Deutschunterricht in der 10.Klasse der SMA 3 in Mataram. Meine ersten ehrenamtlichen Unterrichtsstunden dort waren völlig unvorbereitet. An meinem ersten Tag in der Schule wurde gerade eine Deutscholympiade durchgeführt, d. h. alle Schulen in Lombok an denen Deutsch unterrichtet wird, hatten zwei Schüler zu dieser Olympiade geschickt. Die jeweils besten zwei Schüler durften zur Landesolympiade nach Jakarta fahren. Da die Deutschlehrerin mit der Organisation sehr beschäftigt war, wurde ich sofort ins kalte Wasser geworfen und sollte drei Klassen ohne Vorbereitung unterrichten.
Vertretungsunterricht in einem fremden Land, in einer fremden Sprache, in einer fremden Schulstufe!! Am Anfang habe ich ganz schön geschwitzt: Meine ersten Unterrichtsstunden in Indonesien! Ich wusste nicht, auf welchem Stand die Schülerinnen und Schüler sind und hatte keine Medien dabei. Was macht man in einem solchen Fall? Sich unterhalten! Dazu stellte ich erst einmal den Klassenraum zur Überraschung aller in Kreisform um, für mich die beste Sitzordnung, um ein Gespräch zu führen. Offenbar war es sehr ungewohnt für die Schülerinnen und Schüler, aber es gefiel ihnen. Die ersten beiden Klassen hatten verhältnismäßig wenig Deutschkenntnisse, daher war es mit einer Unterhaltung schwierig. Was tun in einem solchen Fall? Den Körper hat man immer dabei, und so folgten Wortschatzübungen zum Körper. Auf Wunsch der Schüler nahm ich die Farben hinzu. Die deutschen Fußballclubs waren ebenfalls Thema. Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß.
Drei Tage später sollte ich in einer anderen Klasse unterrichten. Mit dem Kollegen hatte ich das Thema „Schulsachen“, abgesprochen, das laut Curriculum durchzunehmen war. Hier kann ich wieder von Glück sagen, dass ich die Niekao Materialien hatte. Habe das Layout des Englischmaterials übernommen, die Fotos zu den Schulsachen waren schnell gefunden. Zur Vorbereitung war nicht viel Zeit, da ich zur gleichen Zeit auf Wunsch des Schulamtes auch an der Grundschule mit internationalem Standard tätig bin, ebenfalls
ehrenamtlich. Am Abend zuvor wollte ich die Materialien ausdrucken, und dann passierte das, was in solchen Fällen hier passiert:Stromausfall!! Wie lange so ein Stromausfall dauert, weiß man nie so genau. Also packte ich meinen Drucker ein, setzte mich ins Taxi und fuhr in mein Stammrestaurant. Dort druckte ich die Arbeitsmaterialien aus. Zu Hause laminierte ich alles und schnitt die benötigten Spiele für die Gruppenarbeit aus. Um 1.00 Uhr nachts war ich fertig und fiel völlig erschöpft ins Bett. Die Arbeit sollte sich lohnen. Schüler und Lehrer waren gleichermaßen begeistert. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, wie toll alle mitgemacht haben. Der Lehrer war sehr erstaunt, wie schnell die Schüler die neuen Vokabeln beherrschten. Er erzählte mir, dass die Schüler noch nie mit solchen Medien gearbeitet hätten und will in jedem Fall die Methode kopieren. Der Erfolg dieser Stunde hatte sich schnell in der Schule herumgesprochen. Nun wollen auch die Lehrer mit mir deutsch lernen. Dies wurde von dem Englischlehrer der Schule organisiert. Er sprach mich letzte Woche an und meinte, er habe meinem Unterricht zwar nicht beigewohnt, habe aber die fröhlichen und zufriedenen Gesichter der Schüler gesehen. Morgen habe ich das erste Treffen mit den Lehrern. Es fasziniert mich sehr, wie aufgeschlossen die Kollegen hier sind, Neues zu lernen.

Zum Schluss noch ein Anliegen, ich würde gerne einen Emailaustausch in Deutsch mit Schülerinnen und Schülern der SMA3 in Mataram und Schülerinnen und Schülern in Deutschland vermitteln. Bei Interesse
meldet euch bitte bei mir.
Eure
Gabriela
Tags: Englisch, Flashcards, Fremdsprachenunterricht, Lernen mit Spaß Kategorien: Lombok, Material, Niekao Lernwelten, Schule, Übungsmaterial | 0 Kommentar »
Donnerstag, den 27. August 2009
Meine Zeit mit den Kindern der Oase war wunderbar und ich habe gespürt, dass ich in Indonesien einiges bewegen kann und will. Tolle Menschen begleiten mich dabei dabei. So zog es mich weiter in ein traditionelles Sasakdorf, das ich seit 1992 kenne.
Bei meinem ersten Besuch 1992 gab es in dem Dorf kein Wasser und keinen Strom. Die Dorfbewohner mussten ca. 6 km weit laufen, um sich zu waschen.
Einmal in der Woche nahmen die Bewohner diesen Fußmarsch auf sich, und wenn sie zu Hause ankamen, waren sie wieder staubig. Bei meinem letzten Besuch 1994 hatte das Dorf einen Wasseranschluss bekommen. Es gab einen Waschraum für Männer und Frauen. In dem Waschraum der Frauen entdeckte ich damals einen Luffaschwamm und erkundigte mich, wo man den kaufen könne. So fragt halt jemand, der den Luffaschwamm in Deutschland im Reformhaus kauft. Zu meinem Erstaunen erfuhr ich, dass die Luffaschwämme hier auf Bäumen wachsen, und sofort kletterten Menschen auf einen Baum, und ich konnte mich vor Luffageschenken kaum retten.
In dem Dorf gab es damals kein Geschäft und keine Schule. Nur wenige Kinder besuchten eine Schule, da sie sehr weit laufen mussten. Das Faszinierende für mich war die Sauberkeit in dem Dorf. Es lag kein Abfall herum, was hier sehr ungewöhnlich ist.
Letzte Woche besuchte ich das Dorf nach fünfzehn Jahren wieder.
Außerhalb des Dorfes hat sich einiges verändert. Es gibt einen sehr einladenden großen Vorplatz und eine Schule. Im Dorf selbst ist alles so geblieben, wie ich es von früher kannte. Zu meinem Erstaunen erkannten mich einige Menschen und erinnerten sich, dass ich damals immer Shampoo mitgebracht hatte. Das hatte ich natürlich auch diesmal wieder im Gepäck, und es war sehr berührend zu erleben, wie sich die Kinder über ein Tütchen Shampoo freuten. Ich konnte beobachten, wie alle sehr darauf achteten, dass alles gerecht verteilt wurde. Es gab keinen Zank und Streit. Neid und Missgunst scheint es in dem Dorf nicht zu geben.
Gegen Ende meines Besuches schaute ich mir die Schule an. Sie wurde von Holländern gesponsert und sieht aus wie alle Schulen hier. Ein lang gezogenes Gebäude mit Tafel, braunen Tischen und Stühlen, sowie einem Bücherschrank in den Klassen.
Zu Hause angekommen hatte ich die Idee, der Schule Materialien von Niekao zu schenken. In einem Internetcafe druckte ich die „Plättchen in der Hand“ aus und laminierte sie in einem Laden.
Fünf Tage später hatte ich wieder die Gelegenheit, ins Dorf zu fahren.
Dieses Mal erlebte ich etwas ganz Besonderes - eine traditionelle Sasaktaufe und wurde Taufpatin des 5 Tage alten Mädchens Hikma. Es war ein sehr ergreifender Moment für mich, dieses neu geborene Menschenkind während der Zeremonie in den Armen zu halten. Hikma bekam aus einem Naturstoff einen braunen Punkt auf Stirn und Hals zum Schutz vor bösen Geistern, damit sie in ihrem irdischen Leben nicht gestört werde.
Nach einem köstlichen Essen, das alle Frauen des Dorfes gekocht hatten, war es wieder Zeit, Geschenke zu verteilen. Ein Kind benutzte das Shampoo als Haarstyling, ein anderes verwechselte die Seife mit einer Süßigkeit und biss hinein. Ich kam nicht auf die Idee, die Anwendung von Shampoo und Seife zu erläutern.
Die „Plättchen in der Hand“ von Niekao waren der Hit. Erwachsene wie Kinder erfreuten sich, die fehlenden Plättchen zu ergänzen. Mangels roter Plättchen benutzten wir Steine als konkretes Material. Es war faszinierend wie schnell und ohne Erklärung das Prinzip der Selbstkontrolle, das ja ein elementares Montessoriprinzip ist, von allen begriffen und angewandt wurde.
Mögen euch die Fotos in eine Welt ohne technischen Fortschritt, aber in eine Welt glücklicher Menschen einladen.
 
Liebe Grüße
eure
Gabriela
Tags: Indonesien Montessori Grundschule, Schlagwort hinzufügen Kategorien: Grundschule, Lombok, Material, Niekao Lernwelten, Schule | 4 Kommentare »
Donnerstag, den 26. Februar 2009
Chronische Erschöpfung, Magenbeschwerden oder Tinnitus, - nicht einmal jeder zehnte Pädagoge erreicht die gesetzliche Altersgrenze.
Die Gründe liegen auf der Hand.
Die Schülerschaft unterliegt einem Wandel. Konzentrationsleistungen und Disziplin fallen den Kindern schwerer, Konflikte unter den Schülern nehmen zu. Zeugnisse, Konferenzen, Schulprogrammarbeit, die saisonalen und auch alltäglichen Mehrbelastungen steigen stetig und kontinuierlich an. Zugleich wird das Anspruchsdenken von außen immer größer. Wir Lehrer arbeiten auf einer öffentlichen Plattform. Rechtfertigungsdruck und anwachsende Erziehungsaufgaben gehen Hand in Hand mit Sparmaßnahmen und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. Und als ob das nicht genug wäre, entspricht die Anerkennung unseres Berufes in der Gesellschaft weder unserem Einsatz noch unserem Ausbildungsstand.
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Idee der Niekao Lernwelten. Aus der Praxis erwachsen und für Sie aufbereitet, möchten wir Ihnen ein Instrumentarium an die Hand geben, welches das Lehrerdasein erleichtern und Ihre Stressbelastung mindern soll.
Mit unseren Rubriken „Förderung bei Lernstörungen“, “Rechenschwäche” und “Konzentration” reagieren wir auf die sich wandelnden Anforderungen an einen sinnvollen Förderunterricht.
In unserer Rubrik „Organisation des Alltags“ sammeln wir Arbeiten, die im Alltag immer wieder anfallen und dennoch nicht immer wieder neu erfunden werden müssen. Zurzeit entsteht ein großes Paket rund um die Organisation von Klassenfahrten.
Über unser stetig wachsendes Materialangebot für die Freiarbeit möchten wir Sie ermutigen, sich tägliche Freiräume zu schaffen. Indem Sie das Festigen und Trainieren von Lerninhalten über motivierendes und individualisierendes Unterrichtsmaterial organisieren, gewinnen Sie echte Zeit für sich und Ihre Kinder. Zeit für die Lernbeobachtung und Erfolgskontrolle, Zeit zur Lösung von Konflikten und für die Einzelförderung.
Für den fachfremden Unterricht in den Fächern Kunst und in Kürze auch Musik, erstellen wir umfangreiche Arbeitsblattsammlungen, die Ihnen lange Planungs- und Vorbereitungszeiten ersparen sollen.
Wir können die Schullandschaft nicht verändern. Unsere Einflussmöglichkeiten enden da, wo Schulhierarchien Gestaltungsspielräume begrenzen, wo Bürokratie über Erziehung steht, wo Sparmaßnahmen und Lärmbelästigung von bis zu 90 Dezibel in Turnhallen und Pausenhallen an den Nerven zerren.
Doch wir haben die Hoffnung, eine Idee in die Schulen zu tragen, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrenden mit ihren Befindlichkeiten und Belastungen in den Fokus nimmt. Es ist die Idee einer Lernwelt, in der LehrerInnen mit Freude entspannt arbeiten und gesund altern.
Tags: Organisation des Alltags, Stress, Unterrichtsvorbereitung Kategorien: Freiarbeit, Förderbänder, Grundschule, Lernstörungen, Lernwelt, Material, Niekao Lernwelten, Schule, Übungsmaterial | 1 Kommentar »
Dienstag, den 3. Februar 2009
Dyskalkulie ist nicht immer leicht zu erkennen.
Folgende oder ähnliche Symptome können bei einer Dyskalkulie auftreten:
• Das Kind benötigt zum Rechnen Hilfsmittel. Es nutzt es seine Finger zur Anschauung.
• Es hat Probleme, mathematische Zeichen und Symbole zu erkennen.
• Es fällt ihm schwer, graphische Darstellungen oder Tabellen zu lesen.
• Die Zuordnung von Mengen und Zahlen bereitet Probleme.
• Mengen können nur schlecht eingeschätzt werden.
• Das Kind hat Schwierigkeiten im Umgang mit Gewichts- und Längenmaßen, Geld- und Zeitangaben.

Training für Kinder mit Herausforderungen im Bereich Dyskalkulie
Entscheidend für die Entwicklung des Zahlbegriffs ist die Verknüpfung von Zahl und Menge. Erste mathematische Grundlage ist daher die Erkenntnis, dass Kardinalzahlen unveränderlich gleiche Mengen repräsentieren. Über handlungsorientierte Übungen mit Gegenständen können Sie spielerisch mit Ihrem Kind trainieren.
Tipp: Zerschneiden Sie einen alten Holzperlenvorhang oder eine Holzperlensitzauflage für das Auto. Alte Knopfsammlungen sind auch geeignet.
Lassen Sie Ihr Kind feste Perlenmengen nach Farben und Formen sortieren. Verändert sich dabei die Gesamtmenge?
Lassen Sie das Kind kleine Mengen zählen, gleiche Mengen legen, Mengen miteinander vergleichen.
Teilen Sie eine feste Menge immer wieder unterschiedlich auf! (5 = 4 und 1, 3 und 2, 2 und 3, 1 und 4).
Bleibt die Menge trotzdem immer gleich?
Legen Sie verdeckt eine kleine Menge von Perlen ab. Lassen Sie Ihr Kind einen kurzen Blick auf die Perlenmenge werfen. Verdecken Sie die Perlen wieder mit einem Tuch. Kann das Kind die Perlenmenge simultan erfassen und die Menge benennen?
Lassen Sie Ihr Kind Mengen schätzen und zählen. Ordnen Sie eine feste Perlenmenge in einer Reihe unterschiedlich an! Vergrößern sie bei gleicher Perlenmenge die Abstände zwischen den Perlen. Werden es dadurch mehr Perlen oder bleibt die Menge gleich?
Legen Sie mit den Perlen Musterreihen. Ihr Kind soll die Muster erkennen und nachlegen. Beginnen sie Musterreihen, welche Ihr Kind erkennen und fortsetzen soll.
In der täglichen Unterrichtspraxis fehlt es oft an Zeit und Raum zur Umsetzung solcher Übungen. In unserer Rubrik „Rechenschwäche“ sammeln wir daher ab sofort Freiarbeitsmaterialien für Sie, welche die Kinder befähigen, selbstständig zu üben und zu trainieren.
Tags: Dyskalkulie, fördern, Förderunterricht, Mengenerfassung, Rechenschwäche, Simultanerfassung Kategorien: Freiarbeit, Förderbänder, Grundschule, Lernstörungen, Lernwelt, Material, Niekao Lernwelten, Rechenschwäche, Selbstkontrolle, Übungsmaterial | 1 Kommentar »
Donnerstag, den 11. Dezember 2008
Konzentrationsfähigkeit lässt sich nicht erzwingen sondern muss wie eine Sportart regelmäßig geübt werden. Motorisch lässt sich die Konzentrationsfähigkeit durch den Einsatz regelmäßiger Bewegungspausen fördern. Ideal sind alle Über-Kreuz-Bewegungen, die das Zusammenspiel der beiden Hirnhälften trainieren und damit die Aufnahmefähigkeit und das Leistungsvermögen der Kinder erhöhen. Bei dieser “Gymnastik für das Gehirn” (Brain Gym ®) werden eine Reihe verschiedener Übungen durchgeführt, die einfach und schnell zu erlernen sind. Diese körperlichen Übungen helfen, Spannungen abzubauen, die Durchblutung zu fördern und die Konzentrationsleistung zu verbessern.
Konzentrationsförderung - Unterrichtsmaterialien in den Niekao Lernwelten
Zur Förderung der Konzentration gibt es vielfältige Übungen. Am besten trainieren Kinder ihre Konzentrationsfähigkeit mit Übungen, die ihnen Spaß machen. Hier setzen die Materialien der Niekao Lernwelten an. Die Autoren bemühen sich um motivierende und kindgerecht gestaltete Übungsformate, die regelmäßige Erfolgskontrollen beinhalten und so die Motivation der Kinder aufrecht erhalten. Es gilt, die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder Stück für Stück zu verlängern.
optische Differenzierung
Malen nach Plan
Wege in der Tabelle
Können sich Kinder erst einmal über längere Zeit konzentrieren, müssen sie nur noch lernen, diese Fähigkeit auch bei denjenigen Aufgaben und Anforderungen anzuwenden, die ihnen zwar keinen Spaß machen, aber dennoch bewältigt werden müssen. Oft kommen die Freude und der Spaß am Inhalt einer Anforderung später von selbst, wenn eine konzentrierte Auseinandersetzung mit der Materie stattgefunden hat.
Tags: Konzentration Lernstörung Konzentrationsschwäche Aufmerksamkeitsstörung LRS Kategorien: Förderbänder, LRS, Lernstörungen, Lese- Rechtschreibschwäche, Material, Niekao Lernwelten, Übungsmaterial | 3 Kommentare »
Montag, den 8. Dezember 2008
Übungen zur Förderung der visuellen Wahrnehmung
Visuelle Wahrnehmung entwickelt bei Kindern in den ersten beiden Lebensjahren. Im Grundschulalter sollten Kinder daher über die grundlegenden Fähigkeiten für visuelle Wahrnehmung verfügen. Tatsächlich haben aber immer mehr Kinder in diesem Bereich große Lücken. Visuelle Wahrnehmung ist die Voraussetzung dafür, dass sich räumliches Denken entwickeln kann. Untersuchungen belegen, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Rechenschwäche von Kindern und ihren visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten gibt.
Marianne Frostig beschreibt fünf Teilbereiche der visuellen Wahrnehmung. Zu diesen Teilbereichen haben wir Materialien für die Hand der Kinder erstellt und werden diese in den nächsten Wochen in den Niekao Lernwelten anbieten.
Die visumotorische Koordination (VM)
Die visumotorische Koordination beschreibt die Kombination des Sehens mit den taktilen und akustischen körperlichen Systemen und der Bewegung des Körpers. Das Auffangen eines Balls oder das Ausschneiden einer Figur kombiniert visuelle und taktile Fähigkeiten. Gute Grundfähigkeiten im Bereich der visumotorischen Koordination sind Voraussetzung dafür, dass Kinder ohne Schwierigkeiten in die Linien schreiben können.
Bildfolgen zum ergänzen ab Klasse 1
Bildfolgen zum ergänzen ab Klasse 3
Fehlerbilder ab Klasse 1
Fehlerbilder ab Klasse 3
Die Figur Grund Wahrnehmung (FG)
Die Figur Grund Wahrnehmung ist nach Frostig eine grundlegende Wahrnehmungsleistung. Gemeint ist die Fähigkeit, einzelne Elemente eines Ganzen in unterschiedlicher Raumlage zu erkennen und zu isolieren. Dieser Prozess erfordert eine Aufmerksamkeitsleistung. Das Kind muss sich auf bestimmte Reize konzentrieren. Kinder mit einer Störung in der Figur Grund Wahrnehmung haben Schwierigkeiten damit, sich auf einer komplexen Buchseite zu orientieren. Sie wirken oft unaufmerksam, weil sie schnell den Überblick verlieren.Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung - Wimmelbild
Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung - Muster spiegeln
Wahrnehmungs – oder Formkonstanz (WK)
Marianne Frostig beschreibt hiermit die Fähigkeit, ein Objekt, eine Form, eine bestimmte Größe oder Farbe in unterschiedlicher Lage oder abweichender Darstellung zu erkennen und zu isolieren. Kindern mit einer Störung der Wahrnehmungs- oder Formkonstanz fällt es schwerer, Buchstaben oder Ziffern in abweichender Darstellung zu erkennen. Oft kommt es zu Problemen beim Schreiben und Lesen.
Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung - Wimmelbild
Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung Memories
Steffis Förderung der visuellen Wahrnehmung Köpfe vergleichen
Wahrnehmung der räumlichen Beziehung (RB) und der Raumlage (RL)
Die Wahrnehmung der räumlichen Beziehung beschreibt die Fähigkeit, die Position zweier oder mehrerer Objekte in ihrer räumlichen Beziehung zueinander zu erkennen. Bei der Wahrnehmung der Raumlage wird der eigene Körper in die Beschreibung der räumlichen Beziehung miteinbezogen. Hier wird vom Standort des Betrachters wahrgenommen. Kinder mit Wahrnehmungsstörungen im Bereich der räumlichen Beziehung haben oft Schwierigkeiten damit Zahlvorstellungen aufzubauen oder Gleichungen zu entschlüsseln. Sie haben Unsicherheiten beim Übertragen von Tafelanschriften in ihr Heft und der Unterscheidung von links und rechts.
Verenas Förderung der visuellen Wahrnehmung - Labyrinth
Tags: Förderunterricht Wahrnehmungsstörungen Wahrnehmungsförderung Aufmerksamkeitsstörung Kategorien: Förderbänder, Material, Niekao Lernwelten, Übungsmaterial | 1 Kommentar »
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