Menü
Kategorien
Intern
|
Archiv des Tags ‘Montessori’
Freitag, den 26. Juni 2009
Das Fest zum 2. Geburtstag der Oase war ein voller Erfolg. Es wurde getanzt, gesungen, gespielt, gerätselt, gelacht …Die Kinder waren begeistert. Wie ihr seht, waren auch die Erwachsenen mit großer Freude dabei.
Es passiert so viel hier, dass ich mit dem Schreiben gar nicht nachkomme.
Ich habe kein Zeitgefühl mehr. Zum wiederholten Male dachte ich, es sei Mittwoch, aber es war schon Donnerstag. Das ist ein gutes Zeichen, nicht wahr? Mir fehlen die Worte, diesen Tag zu beschreiben. Daher lasse ich die Bilder sprechen.
Eure Gabriela


Tags: Hilfe für Kinder, Lombok, Montessori, Oase, Schlagwort hinzufügen Kategorien: Niekao Lernwelten | 0 Kommentar »
Montag, den 15. Juni 2009
Geburtstag der Kinderoase
Am 18.06.2009 wird die Kinderoase Lombok zwei Jahre alt. Die Vorbereitungen zur Geburtstagsfeier am 22.06. sind in vollem Gange. Es wird geplant, gebastelt, geprobt. Jeder im Team muss etwas zur Geburtstagsfeier beitragen. Mein Programm steht nun auch: Tanzen und Darstellendes Spiel.

Vor kurzem mussten die Mitarbeiter balinesisch tanzen. Dieser Anblick verursachte bei den Kindern schwerste Lachkrämpfe, dass ich mir eine „Rache“ überlegte: Europäischen Tanz, griechisch und rumänisch. Leider hatte ich keine Musik, da ich in Deutschland nicht auf den Gedanken kam, hier mit den Kindern zu tanzen. Zum Glück gibt es das Internet, und so konnte ich einen rumänischen Tanz downloaden. Aus der “Rache” wurde aber nichts ;O). Diese Kinder können balinesisch und europäisch tanzen!!! Sie lieben den rumänischen Tanz Alunelul, den sie auch bei der Feier aufführen werden, und mir macht es großen Spaß, ihn einzuüben. Deriah, eine junge Mitarbeiterin der Oase und Lehrerin des balinesischen Tanzes, ist bereits eine tolle Assistentin.
Ich laufe hier viel barfuß und wurde nun zweimal Opfer von weggeworfenem Kaugummi. Aufgrund dieser Begebenheit fiel mir ein Kaugummisketch ein, den ich mit den 5 Kindern einstudiere. Es ist allerdings nicht so wie in Deutschland, dass der Kaugummi überall hingeklebt wird - unter Tischbänke und so. In der Oase ist alles total sauber. Ich sehe auch ganz wenig Kinder, die Kaugummi kauen. Wahrscheinlich sollten mich meine Erfahrungen nur für diesen Sketch inspirieren.
Gestern hatten wir bei den Proben, bei denen ich viele Spiele und Übungen aus dem Darstellenden Spiel einbaute, so viel Spaß, dass wir völlig die Zeit vergaßen. Auch hier muss ich sagen, diese Kinder sind richtig gut! I ch bin total erstaunt, wie schnell sie die Anregungen umsetzen. Das sieht sehr schnell richtig professionell aus. Heute waren es schon 13 Kinder, die bei dem Darstellenden Spiel mitmachten.
Allerdings wurde uns der Raum zum Üben zu klein. Ab morgen werden wir nach draußen gehen.
Mit den jüngsten Mitarbeiterinnen der Oase, Deriah und Wayan Uni, habe ich heute morgen eine kleine Mitspielgeschichte für die Feier geschrieben. D.h. Ich habe erklärt, was ich ausdrücken will, Deriah schrieb es in ordentlichem Indonesisch auf. Da ich manchmal nicht den richtigen Ausdruck fand und die Suche im Wörterbuch zu lange dauerte, spielte ich einfach, was ich meinte. Wir haben uns fast weggeworfen vor Lachen und lenkten die anderen Mitarbeiter des Teams ab, die das Programm schreiben sollten. Sie mussten immer wieder schauen, was wir drei Frauen so treiben. Aber das bleibt ein Geheimnis bis zum 22.Juni.
Soweit mein Bericht zu den Vorbereitungen des Oasengeburtstages
Eure Gabriela
Tags: Kinderoase, Lombok, Montessori, Niekao, Unterrichtsmaterial Kategorien: Niekao Lernwelten | 0 Kommentar »
Sonntag, den 7. Juni 2009
Neues von Gabriela in Lombok
07.06.2009
Ich habe die vielen Mails zu Steffis Blogbeitrag bezüglich der Kinderoase Lombok - Indonesien gelesen. Ich danke euch für die guten Wünsche, die ihr mir geschickt habt. Da das Interesse so groß ist, haben Steffi und ich überlegt, euch ein bisschen mit einzubeziehen. Ich finde es schön, meine Eindrücke festzuhalten und Steffi ist sich sicher, euch gefällt es, mich dabei zu begleiten. Und so startet unser Projekt Reisetagebuch einer Montessoripädagogin in Lombok. Mal sehen, wo es uns hinführt…
Ich bin jetzt mittlerweile 6 Wochen hier. Einerseits kann ich es kaum glauben, dass es schon so lange ist, andererseits ist so viel passiert, dass es sich für mich wie eine Ewigkeit anfühlt.

Als erstes möchte ich euch kurz erzählen, wo ich mich aufhalte.
Lombok ist eine Nachbarinsel von Bali. Bali ist die einzige Gegend außerhalb Indiens und Nepals mit überwiegend hinduistischer Bevölkerung. Die ethnische Bevölkerungsgruppe Lomboks, die Sasak, sind moslemisch. Die Sasak sind mit den Balinesen ethnisch und sprachlich verwandt, und in Lombok gibt es viele Balinesen.
Die Kinderoase befindet sich in einem balinesischen Dorf in Lombok.
Mittlerweile kenne ich fast alle Kinder beim Namen, und das war gar nicht so einfach. Solange ich die Kinder Ani, Agus etc vorgestellt bekam, war das einfach. Aber bei Ida Made, Ida Wayan, Made Seriasih brauchte ich schon eine Weile, bis ich die Kinder mit Namen ansprechen konnte. Wenn dann Junge und Mädchen den Beinamen Wayan, Made oder Komang hatten, war ich völlig verwirrt. Ich hatte vergessen, dass die Balinesen bei der Namensgebung die Reihenfolge der Geburt einbeziehen.
Da ich drei verschiedene Versionen bezüglich der Rangfolge erzählt bekam, schreibe ich diese lieber nicht auf, bevor ich nicht ganz sicher bin. Ich werde Ida Ketut, den Englischlehrer aus dem Projekt, fragen.
Im Augenblick sitze ich in einem Restaurant am Strand von Lombok. Höre das Rauschen des Meeres und schreibe diese Zeilen. Für mich ist einfach wundervoll entspannend, das Meer zu sehen und zu hören. Wenn ich abends nach einem langen Tag und anstrengender Mopedfahrt nach Hause komme, ist es für mich Entspannung pur, am Meer zu sein. Ein Weg mit dem Moped zur Oase dauert ca, eine Stunde. Während mir am Anfang der Angstschweiß auf der Stirn stand, wenn ich dran dachte, mit dem Moped fahren zu müssen, bin ich mittlerweile ganz locker. Kann sogar während der Fahrt mit dem Fahrer ein Schwätzchen halten, was vorher unmöglich war. Ade, der Gründer der Oase und Freund von mir, dachte einmal, ich sei eingeschlafen, weil ich so still war. Vorgestern habe ich mit Sam, er ist für die 2./ 3. Klasse verantwortlich, den Versuch unternommen, während der Fahrt den Bananenbrotsong von Rolf Zuckowsky ins Indonesische zu übersetzen. Wir haben dabei viel gelacht.
Die erste Strophe steht bereits. Aus dem Bananenbrot haben wir pisang goreng = gebackene Bananen gemacht
Für heute mache ich Schluss und sende euch erste Fotos von der Oase.
Ihr könnt euch auch die Homepage anschauen. www.kinderoase-lombok.de
Liebe Grüße
Eure Gabriela
Tags: Kinder dieser Welt, Lombok, Montessori, Reisetagebuch Kategorien: Lombok, Niekao Lernwelten | 4 Kommentare »
Dienstag, den 13. Januar 2009
Freiarbeit ist kein Unterrichtsfach, aber wie schön wäre es, wenn es denn so wäre…;O)
Freiarbeit ermöglicht ein Lernen auf unterschiedlichsten Lernkanälen, motiviert die Kinder durch die enthaltenen Freiheiten (Was arbeite ich mit wem wo?), fördert die Toleranz und das soziale Miteinander (Auf wen lasse ich mich ein, helfe ich oder lasse ich mir helfen?) und entwickelt die Selbstverantwortlichkeit für das eigene Tun (Kontrolliere ich ernsthaft? Führe ich auch Aufgaben zu Ende, die mir unangenehm werden? Wähle ich sogar Aufgaben, die mich in den Bereichen trainieren, in denen ich noch üben muss?)
Und die Lehrerin? Sie gewinnt Zeit! Zeit für ihre Kinder, für die Lernbeobachtung und Lernbegleitung, für die Kümmernisse und Sorgen ihrer Schützlinge und auch für die Kontrolle ihrer Lernergebnisse. Freiarbeit ist auch Korrekturzeit für Lehrer. Und zwar immer mit dem Kind, dessen Arbeitsergebnisse gerade besprochen werden.

Verenas Zwillinge schlafen viel und so hat sie viele neue Materialien für die Freiarbeit erstellt. Hier ein paar Neuvorstellungen:
Verenas Steigerung der Adjektive
Verenas Kuckuckseier - Wortfeldarbeit
Verenas Anagramme für die Freiarbeit
Verenas Förderung der visuellen Wahrnehmung - Muster übertragen
Ein ganz heißer Tipp aus meiner Praxis!
Die Kinder lieben Laufzettel! Sie befriedigen den Jäger und Sammler in ihnen! Außerdem geben sie die schnelle und regelmäßige Erfolgskontrolle, bieten ein beständiges Lob, und Lob wiederum unterstützt ihre Lernfreude. Bearbeitete Laufzettel machen stolz auf die erbrachte Leistung! Manche meiner Delfine horten selbst die Zettel aus Klasse 1 und 2. Das tun sie in einem extra Laufzettelordner. Jeder Ordner ist individuell, denn jedes Kind hat unterschiedliche Neigungen und Vorlieben oder Trainingsziele.
Tags: Freiarbeit, Freiarbeitsmaterial, freie Arbeit, Lernwelten, Montessori, Selbstkontrolle Kategorien: Niekao Lernwelten | 0 Kommentar »
Tags:
|