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„Wer Qualität fordert, muss Lehrergesundheit fördern – Schule zwischen Entwicklungsbedarf und Änderungsresistenz“ (Quelle: BuG-Internetseite des Förderprogramm Bildung und Gesundheit NRW). Eine Erkenntnis, die nach Jahren der Reorganisation und der Reorganisation von der Reorganisation hoffentlich noch nicht zu spät kommt. Angesichts der weiter steigenden Zahlen psychosomatischer Erkrankungen von Lehrern und Lehrerinnen auf alle Fälle, mehr als Dringlich und Wichtig.

NRW hat zumindest reagiert und das Thema „Lehrergesundheit“ mit einem eigenen Förderprogramm auf die Agenda gehoben. Natürlich erhalten Schulen die Förderung nicht umsonst – die Teilnahme ist von einigen Sachverhalten abhängig, so bspw. die Mitgliedschaft im BuG-Netzwerk, die Integration von „Gesundheit“ in das Leitmotiv der Schule, die Teilnahme an relevanten Fortbildungen und und und.

Dafür erhalten die Schulen in einem vereinfachten Antragsverfahren bis zu 3.000 € um sich dem Thema „Lehrergesundheit“ ggf. auch mit externer Hilfe zu widmen – auf Sonderantrag auch mehr. Wie groß der Bedarf an Unterstützung wirklich ist, haben unsere ersten Termine in Schulen verdeutlicht. Alle angesprochenen Schulen hatten innerhalb von wenigen Tagen Zeit für ein erstes Klärungsgespräch. Dabei waren alle Schulleiter/ -innen und Vertreter des Kollegiums erstaunt über das Programm. Vielleicht weil noch keine Werbung für das Programm gemacht wurde. Noch erstaunter – aber umso erfreuter, dass es diesmal scheinbar wirklich um die Frage von Lehrergesundheit als Gefüge von individueller Gesundheit und anforderungsgerechter Organisation ging. Mehr als „Rückengrabbeln oder Kurse in Nordic Walking“.

Im Rahmen des Erstgespräches konnten wir dann die Methode des „Arbeitsbewältigungs-Coaching“ vorstellen. Einer Methode, die seit Jahren erfolgreich auch in kleineren Organisationen erfolgreich zur Anwendung kam. In den folgenden Wochen wollen wir an dieser Stelle sowohl die Methode, als auch das Programm oder besser unsere Erfahrungen in der „Beantragung“ von Fördermitteln aus dem Programm BuG berichten. Das wird sicherlich spannend, da wir bislang noch keine Person identifizieren konnten, die sich für das BuG Programm wirklich verantwortlich fühlt. Von meiner letzten Aktion, wo ich zuletzt im Schulamt einer Stadt bei der Sachbearbeiterin für „Hausmeister und Raumpflegepersonal“ gelandet war – hatte ich ja schon kurz berichtet.

Falls ihre Schule bereits Erfahrungen mit dem BuG Programm gesammelt hat, dann berichten Sie uns doch mal davon. Wenn ihre Schule in einen anderen Bundesland liegt und sie ähnliche Programme haben, dann her mit der Information, wir geben die Tipps weiter 😮

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